
Junge Ideen, große Hecke und neue Pläne im KulturStadtGarten
Im KulturStadtGarten in der Zeppelinstraße wird am Samstag den 26. September nicht nur angepackt. Zwischen Heckenschere, Schubkarre und Grill geht es auch darum, was Jugendliche in Spremberg in den kommenden Monaten gemeinsam auf die Beine stellen wollen. Ein Thema steht dabei schon fest: die Eröffnung des neuen Pumptracks und Skateparks im Oktober.
Wer in diesen Tagen am KulturStadtGarten vorbeikommt, sieht ziemlich schnell, dass der Sommer seine Spuren hinterlassen hat. Die große Hecke entlang der Straße ist ordentlich gewachsen, Totholz muss beseitigt werden und auch die Einfahrt könnte eine Begegnung mit Besen, Harke und Schubkarre vertragen.
Am Samstag, 26. September, soll deshalb ab 11 Uhr gemeinsam angepackt werden. Hinter dem Arbeitseinsatz steckt allerdings mehr als ein vorgezogener Herbstputz. Der KulturStadtGarten soll ein Ort sein, den junge Menschen nicht nur besuchen, sondern selbst mitgestalten – und genau darum geht es an diesem Tag.
Kevin gehört inzwischen zu denen, die sich ganz selbstverständlich um die Fläche kümmern. Dass dazu gelegentlich weniger spektakuläre Aufgaben gehören, sieht er mittlerweile ziemlich gelassen.
„So ein Garten macht sich halt nicht von allein. Die Hecke will zweimal im Jahr geschnitten werden, irgendwo liegt immer Holz herum und irgendwas müsste eigentlich schon längst gemacht worden sein. Früher hätte ich mir wahrscheinlich auch nicht vorstellen können, freiwillig einen Samstag mit Heckenschneiden zu verbringen. Aber wenn es am Ende der eigene Ort ist, macht das schon Spaß. Man sieht, was man geschafft hat, und ist eben auch selbst dafür verantwortlich.“
Diese Verantwortung für den eigenen Ort ist ein wichtiger Teil der Idee hinter dem KulturStadtGarten. Statt ein fertiges Programm vorzusetzen, soll gemeinsam überlegt werden, was auf der Fläche entstehen kann. Aktuell reichen die Ideen von Rap-, Beat- und Musikworkshops über eine eigene SoundLaube für Musikproduktion, Podcasts und kreative Medienarbeit bis zu zusätzlichen Tanz- und Trainingsflächen im Garten.
Auch Ausflüge, Veranstaltungen und weitere Projekte stehen zur Diskussion. Welche davon tatsächlich umgesetzt werden, soll möglichst gemeinsam mit den Jugendlichen entschieden werden.
Der Skatepark kommt zurück
Besonders konkret wird es beim Blick auf den Oktober. Mit dem neuen Pumptrack und Skatepark in Spremberg bekommt die lokale Skate-, BMX- und Jugendkultur wieder einen wichtigen Treffpunkt zurück. Für Alex, der sich schon am bisherigen Skatepark als eine Art ehrenamtlicher Platzwart um vieles gekümmert hat, ist die bevorstehende Eröffnung deshalb mehr als nur die Inbetriebnahme einer neuen Sportanlage.
„Wir haben lange darauf gewartet, dass die Bauzäune endlich wegkommen, wir wieder legal rauf dürfen auf unsere Insel der Jugend und es dort wieder richtig losgehen kann. Im Oktober wollen wir Pumptrack und Skatepark deshalb nicht einfach nur aufmachen, sondern den Platz mit einem ganzen Wochenende voller Programm als Rolling Island wieder in Beschlag nehmen. Skaten, Scooter und Bikes gehören natürlich dazu, aber rundherum ist noch einiges möglich. Wenn also jemand eine richtig gute Idee hat, was bei so einem Wochenende unbedingt passieren sollte: Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sie mitzubringen.“
Der Arbeitseinsatz im KulturStadtGarten soll deshalb gleichzeitig Gelegenheit sein, erste Ideen für dieses Wochenende zusammenzutragen. Gerade diejenigen, die den neuen Park später nutzen werden, sollen dabei mitreden können.
Erst machen, dann grillen
Ganz ohne Arbeit wird es am Samstag trotzdem nicht gehen. Neben dem großen Heckenschnitt sollen Totholz beseitigt, die Einfahrt von Laub und altem Grünschnitt befreit und der Außenbereich auf Vordermann gebracht werden. Dazu kommen jene vielen kleinen Aufgaben, die sich im Laufe eines Sommers auf einer solchen Fläche ansammeln.
Wer mitmachen möchte, kann Arbeitshandschuhe und – soweit vorhanden – geeignetes Gartenwerkzeug mitbringen. Bei Werkzeug aus dem familiären Bestand empfiehlt sich allerdings die vorherige Genehmigung von Eltern, Großeltern oder anderen Eigentümern.
Und wenn die Arbeit getan ist, soll aus dem Arbeitseinsatz das werden, was zum KulturStadtGarten ebenso dazugehört: ein gemeinsamer Nachmittag und Abend. Der Grill wird angeworfen, Musik darf nicht fehlen und zwischen Bratwurst und Gartenbank bleibt genug Zeit, neue Ideen weiterzuspinnen.
Dabei richtet sich der Tag ausdrücklich nicht nur an diejenigen, die ohnehin schon regelmäßig im KulturStadtGarten sind. Neue Gesichter sind ausdrücklich willkommen. Wer neugierig ist, kann Freunde mitbringen und einfach vorbeischauen – auch erst am Nachmittag, wenn Ausschlafen, Arbeit oder andere Termine einen früheren Start verhindern.
Denn am Ende geht es weniger darum, wer die größte Hecke schneidet. Es geht um die Erfahrung, einen Ort zu haben, an dem aus einem „Man müsste mal …“ irgendwann ein „DAS haben wir gemacht.“ wird.
Der Arbeitseinsatz beginnt am Samstag, 26. September 2026, um 11 Uhr im KulturStadtGarten, Zeppelinstraße 4 in Spremberg. Mitmachen und Dazukommen ist den ganzen Nachmittag über möglich.


